Blick über die Drover Heide

Naturschutzgebiet im Kreis Düren

Drover Heide

Die Drover Heide im Kreis Düren beherbergt Arten, die in der übrigen Kulturlandschaft NRWs kaum noch zu finden sind: Ziegenmelker und Kammmolch, Glockenheide und Pfeifengras auf 598 Hektar. Wie das möglich ist, lässt sich in einer langen Geschichte von Erdgeschichte, jahrhundertelanger Nutzung als Allmende, Militär und aktivem Naturschutz erzählen.

Eine Landschaft im ständigen Wandel

Auf dieser weitläufigen Fläche entfaltet sich ein Mosaik seltener Lebensräume: trockene Heideflächen mit Besenheide, feuchte Senken mit Glockenheide und Torfmoosen, nährstoffarme Flachgewässer mit Libellen und Wasserinsekten. Über 460 Pflanzenarten und zahlreiche bedrohte Tierarten haben sich hier angesiedelt, darunter Arten, die auf intensiv bewirtschafteten Flächen keine Überlebenschance hätten.

Was diese Vielfalt ermöglicht hat, sind zwei lange Kapitel der Geschichte. Das erste liegt im Untergrund: Die Lage am Übergang zwischen Eifelrand und Niederrheinischer Bucht hat eiszeitliche Kiese und Sande hinterlassen, die wenig Nährstoffe halten und für intensive Landwirtschaft unattraktiv sind, für lichtliebende Heidepflanzen und ihre Begleiter aber ideal. Das zweite Kapitel schrieb das 20. Jahrhundert: Ab 1914 übten Kaiserliches Heer, Wehrmacht und später belgische NATO-Truppen hier auf einem Truppenübungsplatz. Die Sperrgebiet-Schilder hielten Bebauung und Entwässerung fern und ließen ein Gelände offen, das die Natur sofort zu besiedeln begann.

Heute ist aktiver Einsatz nötig, um das zu erhalten, was Geologie und Geschichte hinterlassen haben. Ohne Mahd und Beweidung würden Birken und Kiefern die Heideflächen in wenigen Jahrzehnten schließen. Die Biologische Station Düren pflegt das Gebiet seit 1999, die NRW-Stiftung sichert seit 2016 das Eigentum. Dieses Portal versammelt, was über die Drover Heide bekannt ist: ihre Entstehung, ihre Tier- und Pflanzenwelt — und den Einsatz, der nötig ist, um diesen Ort zu bewahren.

Thumbach Thumbach Thumbach Thumbach Thumbach Heiliger Pütz — Quellportal Drover-Berg-Tunnel Drover-Berg-Tunnel K 28 L 33 L 249 B 56 Kreuzau Nideggen Düren / A4 Stockheim Drove Soller Thum Parkplatz Drove P Parkplatz Soller P Parkplatz Drover Heide (K28) P Parkplatz Drover Heide (Steinstraße) P Aussichtspunkt Drover Heide Aussichtspunkt Heideflächen Flora & Wandern Raketenstellung Thum Nike-Hercules · Militär Fauna Tümpel · Urzeitkrebse Naturschutzgebiet FFH-Gebiet & Pflege Geschichte Mittelalter bis Neuzeit N

Kartendaten: © OpenStreetMap contributors (ODbL)

Themenwelten

Alle Themen öffnen

Neueste Artikel

Historische Einordnung

Von der Heidefläche zum Schutzraum

Die Zeitachse fasst zentrale Entwicklungsschritte zusammen und stellt Bezüge zu Orten und Themen dieser Seite her.

Vollständige Zeitachse